Informationssicherheit

Warum ein Schwachstellenscan essenziell für Ihr Unternehmen ist

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Ein Schwachstellenscan muss in regelmäßigen Abständen in einem Unternehmen durchgeführt werden. Gerade dann, wenn Sie mit lebenswichtigen Unternehmensdaten, z.B. Know-how Daten, Kundendaten, aber auch Daten von Mitarbeitenden arbeiten, sollte Ihnen die Sicherheit Ihrer Systeme am Herzen liegen.

Unter einem Schwachstellenscan werden manchmal viele andere Begriffe subsumiert, was zu Missverständnissen führen kann. Daher werden wir den Begriff erst einmal sauber definieren, um im Anschluss auf die verschiedenen Ansätze und Bezeichnungen einzugehen.

Um es vorwegzunehmen: Ein Schwachstellentest darf nicht mit einem Penetrationstest verwechselt oder gleichgesetzt werden.

Was ist ein Schwachstellenscan?

Ein Schwachstellenscan untersucht Ihre Systeme und Netzwerke mithilfe von speziell entwickelten Tools. Ziel dieses Scans ist es, bekannte Schwachstellen und Lücken aufzuzeigen, damit diese zeitnah behoben werden können. Im Englischen spricht man diesbezüglich von einem Vulnerability Scan.

Um es etwas besser für technische Laien zu erklären:

Die Software scannt das gesamte Unternehmen nach verletzbaren Angriffspunkten. Ein Schwachstellenscan protokolliert alle bei Ihnen erhobenen Schwachstellen und gleicht diese mit allen bekannten Angriffspunkten ab. Daraus wird ein Bericht generiert, aus welchem anschließende Maßnahmen abgeleitet werden können.

In der Praxis unterscheidet man zwischen internen und externen Tests.

Der interne Test untersucht Ihre Infrastruktur nach problematischen Stellen innerhalb Ihres Netzwerkes. Er prüft auf fehlerhafte Konfigurationen, schwache Passwörter oder weist auf Schwächen in Apps oder Software.

Im Gegensatz dazu prüft der externe Test – der Name sagt es bereits – externe Verbindungen und kann Ihnen Hinweise über offene Ports geben.

Ein professionell durchgeführter Schwachstellenscan berücksichtigt alle Ihre Netzwerkgeräte, Router, Firewalls, Server und Anwendungen auf bekannte Gefährdungen. Der Schwachstellenscan deckt Lücken und Gefährdungen auf, versucht aber nicht, diese auszunutzen. Sie eignen sich daher nicht dazu, sogenannte Zero-Day-Exploits (Lücken beim Release einer Software) aufzuspüren. Die Maßnahme eines Schwachstellenscans ist nicht so belastbar wie die eines Penetrationstests. Der Scan deckt lediglich auf, er hat aber keinen präventiven Charakter.

Unterschied zwischen Schwachstellenscan und Penetrationstest

Bei einem Penetrationstest versucht ein Tester aktiv in das System einzudringen. Anhand der gefundenen Schwachstellen wird er versuchen, ob, wann und wie man das System aushebeln kann oder an Informationen wie z. B. sensible Unternehmensdaten gelangt.

Ein von Profis durchgeführter Penetrationstest ist aufwendig und stellt Ihr System auf eine harte Belastungsprobe. Auch ist es derzeit möglich mittels KI einen automatisierten Penetrationstest durchzuführen. Dieser ist in vielen Fällen wesentlich effektiver, als die eines menschlichen Angreifers.

Was sind Schwachstellenanalyse und Schwachstellenmanagement?

Die Schwachstellenanalyse ist ein übergeordneter Begriff; man spricht dabei auch von einem Vulnerability Assessment. Der Schwachstellenscan ist somit ein Teil einer umfassenden Schwachstellenanalyse, die einen Überblick über die Gefährdungspotenziale Ihres Unternehmens gibt.

Schwachstellenmanagement (Vulnerability Management) ist als langfristiger Ansatz zu verstehen, der immer wieder neu gedacht und umgesetzt werden muss.

Welche Vorteile bietet ein Schwachstellenscan meinem Unternehmen?

Der Scan kann ihrem Unternehmen auf vielfältige Weise dienlich sein. Administratoren sind häufig mit einer derartigen Aufgabe überfordert. Nicht, weil sie es technisch nicht könnten, vielmehr stellt eine Vielzahl an verwendeten Geräten die Verantwortlichen vor scheinbar unüberbrückbare Hürden.

Ab einer gewissen Unternehmensgröße befinden sich derart viele Geräte im Umlauf, dass die Übersicht kaum noch zu gewährleisten ist. Vorwiegend, wenn Mitarbeitende die Geräte mit außer Haus nehmen, kann nicht immer sichergestellt werden, dass alle Systeme die notwendigen Updates bekommen.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich in den meisten Unternehmen eine Vielzahl an verschiedenen Herstellern angesammelt haben. Notebooks, Tablets, Firmenhandys und Drucker sind häufig von unterschiedlichen Herstellern. Im schlimmsten Fall mischen sich dann noch die eingesetzten Betriebssysteme.

Warum sind Schwachstellenscans wichtig?

Schwachstellen sind in Unternehmen aller Größenordnungen weit verbreitet. Es werden ständig neue entdeckt oder können durch Systemänderungen eingeführt werden.

Kriminelle Hacker verwenden automatisierte Tools, um bekannte Schwachstellen zu erkennen und auszunutzen und auf ungesicherte Systeme, Netzwerke oder Daten zuzugreifen. Die Ausnutzung von Schwachstellen mit automatisierten Tools ist einfach. Angriffe sind billig, leicht auszuführen und wahllos, sodass jedes Unternehmen, das mit dem Internet verbunden ist, gefährdet ist.

Ein Angreifer braucht nur eine Schwachstelle, um sich Zugang zu Ihrem Netzwerk zu verschaffen. Demzufolge ist die Anwendung von Patches zur Behebung dieser Sicherheitslücken von entscheidender Bedeutung: Wenn Sie Ihre Software, Firmware und Betriebssysteme nicht auf die neuesten Versionen aktualisieren, sobald diese veröffentlicht werden, können die Schwachstellen in Ihren Systemen weiterhin ausgenutzt werden und Ihr Unternehmen bleibt ungeschützt.

Anhand eines Schwachstellenscans kann Ihnen aufgezeigt werden, welche Geräte, Programme und Apps nicht auf dem neusten Stand sind. Haben Sie bereits ein Patch- oder Update-Management implementiert, können Sie sehen, ob es flächendeckend funktioniert.

  • Sie bekommen eine zielführende Handlungsempfehlung, um die Sicherheit Ihres Systems zu erhöhen.
  • Dank einer Priorisierung können Sie sich um die dringenden Schwachstellen zuerst kümmern.
  • Ihre Systeme sind auf dem aktuellsten Stand.
  • Sie gehen schonender mit Ihren Ressourcen um.

Wie oft sollten Sie eine Sicherheitsüberprüfung durchführen?

Schwachstellenscans müssen regelmäßig durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass neue Schwachstellen erkannt werden, sobald sie bekannt werden. Aus den Ergebnissen müssen dann die entsprechenden Abhilfemaßnahmen ergriffen werden, z. B. die Anwendung der erforderlichen Patches zur Behebung von Software-Schwachstellen.

Häufige Sicherheitsscans können aufzeigen, wo exponierte Dienste ungepatcht und anfällig für Angriffe sind, sodass die IT-Abteilung rasch Abhilfemaßnahmen ergreifen kann.

Um ein vernünftiges Schwachstellenmanagement betreiben zu können, müssen Sie eine Strategie zur Verwaltung von Sicherheitslücken haben. Diese „muss“ Scans müssen mindestens einmal im Quartal durchgeführt werden, jährliche Penetrationstests sowie Änderungen an Ihren Systemen umfassen.

Auf diese Weise können Sie Ihre Sicherheitsschwachstellen und das Ausmaß, in dem Sie für Angriffe anfällig sind, ermitteln.

Unsere Leistungen für Ihr Unternehmen:

  • Prüfung Ihrer systematischen Infrastruktur
  • Test Ihrer Netzwerke, Prüfung der Berechtigungen der Applikationen innerhalb der Unternehmenslandschaft auf Widerstandsfähigkeit
  • Erstellung eines Prüfberichts inkl. erster Handlungsempfehlungen
  • Auf Wunsch: Projektmanagement zur Koordinierung und Umsetzung der erhobenen Sicherheitslücken und -verstöße Ihrer IT

Zusammenfassung

Wenn Sie Ihr Unternehmen ausreichend schützen möchten, sollten Sie auf ein ganzheitliches Schwachstellenmanagement setzen. Dieses beinhaltet Schwachstellenscans zum Aufdecken von Schwachstellen und einen Penetrationstest, der versucht, die ermittelten Sicherheitslücken auszunutzen.

Beide Tests haben ihre Daseinsberechtigung. Mehr noch – sie sollten Hand in Hand gehen, um eine maximale Sicherheit zu gewährleisten.

In einem nachhaltigen Schwachstellenmanagement sollten auch Schulungen berücksichtigt werden. Denn das größte Sicherheitsrisiko sitzt – und das soll nicht despektierlich klingen – vor dem Computer. Es sind wir selbst. Mangelnde Kenntnisse im Umgang mit IT-Systemen oder das Wissen um die Notwendigkeit eines sicheren Passworts können bereits Gründe für eine Schwachstelle sein.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://dedata.de/produkt/schwachstellenanalyse/

 

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Autor

Ron Wieland