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Home-Office – Risikofaktor?

Im letzten Jahr wurden auch bedingt durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in kürzester Zeit unzählige Home-Office Arbeitsplätze geschaffen.

Sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer ist dies mit einer Reihe von Vorteilen verbunden. Unternehmen können bei deren Fixkosten erheblich einsparen, sie steigern ihre Attraktivität und fördern den Umweltschutz. Arbeitnehmer profitieren von einer Einsparung an Zeit und Fahrtkosten, können den Berufsalltag an ihren Biorhythmus anpassen und haben volle Entscheidungsfreiheit im Arbeitsbereich.

Doch daneben lassen sich ebenso viele Nachteile auflisten:

  • schlechtere Arbeitsergebnisse
  • Teamarbeit und Teamgefühl leiden durch Isolation
  • mangelnde bzw. beeinträchtigte Kommunikation und Abstimmung
  • erschwerte Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung
  • Mehrbelastung und Stress
  • unklare Rechtslage und komplizierte Versicherung

Zudem mangelt es nicht selten an den notwendigen technischen Voraussetzungen und der entsprechenden Bandbreite, um einen Home-Office Arbeitsplatz einzurichten.

Neben diesen Nachteilen wird ein Aspekt viel zu oft vergessen: Home-Office stellt auch ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko für das Unternehmen dar. Aus datenschutzrechtlicher Sicht könnte man es in vielen Beispielen gar als Katastrophe bezeichnen. Im Auftrag des Sicherheitsspezialisten CyberArk 2000 wurden Heimarbeiter u.a. aus Deutschland zu ihrem Verhalten in Sachen Sicherheit befragt – mit erschreckendem Ergebnis. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens zu umgehen oder ganz zu ignorieren: Sie schicken beispielsweise Firmendokumente an ihre persönlichen E-Mail-Adressen, geben Passwörter an Kollegen und Kolleginnen weiter oder installieren auf beruflich benutzten Rechnern zusätzliche, eigentlich nicht gestattete Anwendungen, Nutzen permanent für verschiedenste Dienste identische Passwörter, nutzen Firmengeräte auch privat oder erlauben sogar Familienmitgliedern diese für Spiele, Online-Shopping oder Ähnliches zu nutzen. Weiterhin zeigt die Umfrage, dass vor allem mangelndes Wissen um Risiken bestimmter Verhaltensweisen ein zugrunde liegendes Problem darstellt.

Home-Office ist mittlerweile zum Hauptangriffspunkt für Schadsoftware in Unternehmen geworden, denn oft werden den Mitarbeitern zwar firmeneigene und vermeintlich geschützte Geräte zur Verfügung gestellt, doch über das dann zu Hause verwendete Netzwerk hat das Unternehmen keine Kontrolle und dieses könnte bereits befallen sein.

Zusammenfassend muss also beim Thema Datenschutz und IT-Sicherheit noch deutlich mehr getan werden, um die Risikofaktoren im Home-Office zu minimieren.
Wir empfehlen grundsätzlich firmeneigene Geräte mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen (verschlüsselter Festplatte, gesperrten USB-Ports etc.) einzusetzen, die Verbindung zum Unternehmen grundsätzlich vom Netzwerk des privaten Haushaltes zu trennen sowie – und dieser Punkt darf keinesfalls vernachlässigt werden – die Sensibilisierung der Mitarbeiter zum Thema Sicherheit und Datenschutz zu priorisieren. Arbeitgeber müssen hierfür auch unbedingt Richtlinien aufstellen, die verbindliche „Spielregeln“ für den Home-Office Betrieb festlegen.

Gerne unterstützen wir Sie hierbei.

Ihr deDATA Team

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